Fünf Selbsthilfetools für innere Krisen

Manchmal ist das Leben eben turbulent und Dinge geschehen, die uns restlos aus der Bahn der werfen. Nicht schön, das sind die Zeiten, in denen uns der Boden von den Füßen wie weggezogen wird, wir uns plötzlich verletzt, wackelig oder sehr empfindlich und dünnhäutig fühlen.Vermutlich kennst du das auch... jeden von uns treffen Erlebnisse, Ereignisse, die uns aus unserer vertrauten sicheren Routine reißen und eine Neuorientierung erfordern.

Wie kannst du gut mit solchen Krisen umgehen?

Ich gebe dir hier fünf Anregungen, um deine Stabilität wiederzufinden. Und die gute Nachricht: Krisen gehören zum leben dazu und lassen uns wachsen, auch wenn uns das, wenn wir drinstecken überhaupt nicht gefällt.

1. mal wieder die Atmung, erinnere dich mehrmals am Tag daran, tief zu atmen, Hand auf den Bauch fördert wie von selbst eine tiefere und ruhigere Atmung und bringt uns weg von dem Stressmuster flach zu atmen. Während du atmest beruhige dich selbst, mit dem Satz „es geht vorbei“, egal in welcher Situation du bist und wie schmerzhaft oder schlimm sie ist, es wird vorbei gehen so viel ist sicher. Ein Teil von dir weiß das, das Leben geht weiter, die Dinge werden sich neu finden, auch wenn du dir in diesem Moment noch überhaupt nicht vorstellen kannst, dass es so ist.

2. Lenke deine Aufmerksamkeit auf deine Sinne, wenn die unangenehmen Gefühle zu heftig werden, finde fünf Dinge, die du siehst, vier Dinge, die du siehst, drei, zwei, eins. Dann kommt der nächste Sinn, finde fünf Sachen, die du jetzt hörst, vier Dinge, drei, zwei, eins.Spüre wie du durch diese Konzentration langsam ruhiger wirst. Schau dann, was du körperlich spürst, den weichen Stoff auf der Haut, wie der Stuhl dich trägt etc, finde fünf Wahrnehmungen, vier, drei,zwei, eins.

3. Nimm dir vor jeden Tag vor etwas zu tun, das dir Freude macht und halte dich daran, egal wie der Tag läuft, das kann z. B. in Ruhe deinen Lieblingstee trinken, eine Meditation machen, spazierengehen, finde eine Kontinuität, die dir Halt gibt in dieser Krise, so dass du weißt, das mache ich jeden Tag, das fühlt sich gut an und das ist für mich.

4. Mache innere Reisen, um dich vom aktuellen Geschehen zu distanzieren und deine Perspektive zu erweitern: gehe innerlich in die Zukunft, wie sieht dein Leben in einem Jahr, in fünf Jahren, in 10 Jahren aus? Fliege innerlich in den Weltraum und schau auf deine Krise aus dieser Perspektive, wie nimmst du sie jetzt wahr? Was würde ein außerirdisches Wesen zu dieser Krise sagen in Anbetracht des blauen Planeten Erde? Überlege dir selbst innere Reisen, die dir gut tun, finde deinen inneren ruhigen Ort, deinen inneren Garten oder oder oder....

5. sei ehrlich zu dir selbst!! Kommst du alleine zurecht in dieser Situation? Schaffst du es dich selbst zu halten? Sprich mit Freunden, tausch dich aus. Und überlege dir, vielleicht ist auch jetzt der Zeitpunkt sich professionelle Unterstützung zu holen, um die eigene Stabilität wiederherzustellen. Das ist in Ordnung und eher ein Zeichen von Stärke, denn du bist dann deiner aktuellen Lage sehr bewusst und verfügst über die Größe dir Hilfe zu holen.

 

PS: als Psychologin habe ich schon viele Menschen durch unterschiedlichste Krisen begleitet, meist braucht es keine lange Zeit, um sich zu stabilisieren und danach ist man wie der Phönix aus der Asche gestiegen; )