Wie ich zum Channeln gekommen bin...Teil 2

So, da hatte ich nun also diese Fähigkeit zu channeln. Erst mal habe ich damit gar nichts gemacht, ich lies es ruhen. Dennoch war ich in einer Lebensphase, in der ich mich stark mit Intuition, Hellsinnen, Körper, Spiritualität und Psychologie befasst habe. Mein großes Thema war, was ist der Mensch und wer bin ich? Und das durchleuchtete ich in aller Tiefe mit verschiedenen Methoden: Psychologiestudium, Ausbildung in Körperpsychotherapie und Hypnotherapie, gleichzeitig Arbeit als Physiotherapeutin, in der ich einiges davon anwandte. Mir selbst kam ich näher, meiner Persönlichkeit, der eigenen Biografie, aber auch dem was darüber hinaus geht, Bilder und Erinnerungen aus vorherigen Leben kamen hoch, blitzten auf. Also war ich doch mehr und umfassender als ich zunächst gedacht hatte ; ) und das zu erfahren fand ich nicht immer angenehm.

Einschneidend war als Anfang der Jahrtausendwende ein Bekannter plötzlich durch einen Unfall verstarb. Wir hatten uns nicht so gut gekannt, aber trotzdem berührte mich sein Tod sehr. Und dann hatte ich langsam das Gefühl ich drehe durch, denn dauernd hatte ich den Impuls mich hinzusetzen und zu schreiben, ich schrieb automatisch und es war er, der mir schrieb. Und dann begann ich ihn zu sehen, er fast immer da, ich spürte so deutlich seine Präsenz. Es ist nicht so leicht, wenn man ein Fach studiert, in dem Dinge, die mir passierten als krankhaft gesehen werden, es ging mir nicht gut damit, ich hatte das Gefühl, ich werde verrückt, fühlte mich schlecht geerdet. Hinzu kam, dass ich zunehmend, wenn ich mit anderen sprach hörte, was ich ihnen sagen sollte.....oh nein, dachte ich, jetzt höre ich schon Stimmen. Hierbei ist es mir wichtig zu erwähnen, dass es natürlich schwere psychiatrische Erkrankungen gibt, in denen Stimmen gehört werden und das wirklich bedrohlich und krankhaft ist. Sowie dringend behandlungsbedürftig.

Mein innerer Druck stieg, das war mir zu viel, mein Bekannter, der stets um mich war, die Stimmen, die ich hörte, das schreiben....ich ging zu einer Auraleserin, die mich beruhigte. Durch den Tod meines Bekannten, sei etwas in mir geöffnet worden. Als ich danach mit meiner damals besten Freundin telefonierte channelte sie unerwartet

meinen Bekannten und gab mir die Nachricht, ich solle mich beruhigen, er sei mir an die Seite gestellt, um mich zu unterstützen. Puh, hatten wir beide eine Gänsehaut nach dieser Botschaft! Es war bei ihr völlig unvermittelt passiert. Sie hatte mir allerdings schon mehrfach Botschaften der geistigen Welt überbracht. Dennoch fühlte ich völliges Chaos in mir und war überfordert, fühlte mich wie zwischen den Welten. Ich sah laufend die Dinge, die die normalen

Menschen nicht sehen und sprach mehr mit geistigen Wesen als mit Menschen schien es mir oft. Boden fand ich durch meine Begleitung in der Körperpsychotherapieausbildung, die dafür viel Verständnis zeigten und mir jemanden vermittelten bei dem ich eine Ausbildung zum Medium absolvieren konnte. Dort ordneten sich die Energien, ich lernte meinen Kanal bewusst zu öffnen und zu schließen. Das war unglaublich wohltuend, davor hatte ich mich überflutet gefühlt. Wer will schon wissen, was die sprituellen Aufgaben des Gegenübers in der Mensa oder U- Bahn sind? Muss nicht sein finde ich.

Das war echt eine lange Reise, es dauerte fast zwei Jahre bis ich mich wieder sicherer und bodenständig fühlte. Dann begann ich für andere zu channeln und für mich zu schreiben.

Auch heute setzt mich die geistige Welt immer wieder in Erstaunen und rührt mich zu Tränen, was alles möglich ist. Da denke ich an die biblischen Worte „Alles ist dem möglich, der da glaubt.“ Wenn wir es zulassen, dass wir die geistige Welt wahrnehmen und ihre Zeichen erleben, ist so viel wunderbares möglich. Da sind sie sowieso, für uns alle. Es liegt nur an uns, wie weit wir sie in unser Leben lassen oder als Teil unseres Lebens begreifen, der

genauso dazu gehört wie unser Körper, unsere Seele und unser Geist.